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Vortrag von Christina M. Grolimund, Naturärztin Kinaesthetik Müdigkeit und Adynamie bei Lupus Infektionen beim Lupuspatienten |
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Vortrag von Christina M. Grolimund in Luzern vom 15.09.2005 Vortrag SLEV vom 15. September 2005 in Luzern Erprobte Hausmittel Fieber kühle, aber nicht eiskalte Getränke
Wadenwickel: Füsse müssen warm sein, nicht kalt: 10 Grad unter Körpertemperatur, nicht zu lang, nicht zu oft, Essig-Zusatz bei Diabetikern, Zitrone, kein Alkohol (trocknet Haut), Pfefferminztee. Essig nicht unbedingt nötig. Wickel ca. 6 – 8 Minuten Fieber ist ein sinnvoller Mechanismus, da die erhöhte Temperatur die Abwehr- und Heilungsvorgänge beschleunigt. Echinacea bei Erkältungen und zur Stärkung des Immunsystems (Wichtig: nicht bei Autoimmunerkrankungen anwenden !)
Bei Herzschwäche zur Unterstützung der ärztlichen Behandlung kann Weissdorn (crataegus oxyacantha) nützlich sein. nicht zu üppig essen Nierenbeteiligung
Depression diverse homöopathische Mittel, allein oder als Unterstützung der Schulmedizin kann helfen Magenschmerzen Magenkrämpfe: Kamillenrollkur Vegetative Dystonie: die Überempfindlichkeit des Magens bei allgemeiner Nervenschwäche und Stress (viele magere, körperlich schwache, sensible, nervlich angeschlagene Personen). Engelwurz (Angelica archangelica) ist die Pflanze dafür. Man verwendet die Wurzel. - Tee nach Bruno Vonarburg:
Magenschleimhautentzündung Empfehlenswert ist bei nüchternem Zustand die Magenrollkur mit Kamillenblütentee. Am Morgen trinkt man nüchtern 2 Tassen Kamillentee (1 Esslöffel pro Tasse) und legt sich dann 10 Minuten auf den Rücken, 10 Minuten auf die rechte Seite, 10 Minuten auf die linke Seite und 10 Minuten auf den Bauch. Dann bleibt man eine halbe Stunde liegen und nimmt dann das Frühstück ein. Die Kur kann 1 – 2 Wochen lang durchgeführt werden. Nach den Mahlzeiten noch 1 Tasse Kamillentee trinken. Magenübersäuerung, Sodbrennen „Säurelocker“ möglichst vermeiden (kohlesäurehaltiges Wasser !!). Schwer verdauliche Speisen vermeiden. Rauchen und Alkohol sind zu unterlassen. Gut kauen und nicht hastig essen. Kleine Portionen mehrmals am Tag. Auf Kaffee gänzlich verzichten. Hast, Eile, Unruhe, Stress aller Art vermeiden. Nicht zu salzige, scharfe, fette und süsse Speisen essen. Keine zu heissen oder zu kalten Speisen essen. - Tee nach Bruno Vonarburg:
Muskelschmerzen Die Silberweide (salix alba) wird von Bruno Vonarburg als „gespenstischer Rheumaheiler“ betitelt. Man braucht die Weidenrinde. Die Bitterstoffe der Teufelskralle (Harpagophytum) wirken auch entzündungshemmend. Harnsäure-produzierende Speisen möglichst meiden. Jedes Jahr Leberreinigung mit Mariendistel . Gelenkschmerzen Bei Arthrose wäre die Grünlippenmuschel aus Neuseeland zu empfehlen (unter dem Namen „Pernaton“ erhältlich. Zur äusseren Anwendung eignet sich Rosmarinoel mit durchblutungsfördernder Wirkung. Teufelskralle, Rhus tox, Thuja, u.s.w. Kopfschmerzen Es gibt 167 verschiedenen Arten von Kopfschmerzen und Migräne. - Tee: Vorbeugung und Behandlung. 3-Wochen-Kur (nach Bruno Vonarburg): Schüsslersalze Dr. Heinrich Schüssler lebte von 1821 bis 1898. Samuel Hahnemann lebte von 1755 bis 1845. Hahnemann hat entdeckt, dass man Ähnliches mit Ähnlichem heilen kann. Als Beispiel: Zwiebel = Tränenreizung und Brennen in den Augen. Schon damals gab es ca. 1'000 homöopathische Arzneien (heute sind es ca. 3'000). Die grosse Anzahl der Arzneien waren Dr. Schüssler zu viele. Er fand heraus, dass Mineralsalze für die Lebensfähigkeit der menschlichen Organe notwendig sind. An Schmerzpatienten probierte Schüssler „Magensium phosphoricum D6“ aus. Durch homöopathische Verreibung gelang es, die Mineralsalze so zu zerkleinern, dass ihre Partikel die Zellmembran durchdringen können. Schüssler stellte fest, dass in einzelnen Geweben und Organen selten nur ein Mineralsalz vorkommt. Er sagte, dass krankhafte Zustände durch Verteilungsstörungen oder durch Defizite bestimmter Salze in der Zelle ausgelöst werden. Damals gab Schüssler seinen Patienten die Salze in Pulverform (in Wasser aufgelöst, schluckweise zu trinken). Mineralsalze entstehen durch chemische Vereinigung von Metallen und Nichtmetallen. Schüssler entdeckte 12 Salze. Später wurden nochmals 12 Ergänzungsmittel dazu entwickelt. Schüssler übernahm die Herstellung aus der Homöopathie. Er sagte aber, seine Mittel seien nicht homöopathisch (Ähnlichkeitsprinzip), sondern auf physiologischer Chemie gegründet, also biochemisch. Das Heilverfahren gründet auf physiologisch-chemischen Vorgängen im menschlichen Organismus. Heute gibt es die Schüsslersalze in Milchzucker-Tabletten gepresst und als Salbe. Die Tabletten legt man unter die Zunge. Sie lösen sich schnell auf. Man kann sie aber auch auflösen und mit einem Löffel als Brei einnehmen. Bei akuten Beschwerden nimmt man häufigere Gaben (alle 5 bis 15 Minuten 1 Tablette, 12. Altersjahr. Unter 12 Jahren: ein- bis zweistündlich). Bei chronischen Beschwerden und als Nachbehandlung: ab 12 Jahren 2 – 3 mal täglich 1 bis 2 Tabletten. Kinder unter 12 Jahren: 3 – 4 mal täglich 1 Tablette. Ausser bei offenen Wunden und im Auge können die Salze auch äusserlich angewendet werden. 3 – 6 Tabletten in Wasser auflösen und als warmer Breiumschlag auf die Haut streichen (Insektenstiche, Warzen). Es können mehrere Schüsslersalze wechselweise über den Tag verteilt eingenommen werden. Wenn die Symptome verschwunden sind, wird die Einnahme beendet. Bei Fliessschnupfen kann das schon innert 1 – 2 Stunden möglich sein. Bei langwierigen Erkrankungen kann die Einnahme über Monate erfolgen. Salben unterstützen die Behandlung, z.B. bei Gelenk-, Haut- und Knochenerkrankungen. Bei akuten Beschwerden wird die Salbe mehrmals täglich aufgebracht, bei chronischen Leiden empfiehl sich ein Salbenumschlag über die Nacht. Nebenwirkungen: keine, wenn aber 30 – 50 Tabletten auf einmal eingenommen werden, können durch den Milchzucker Magen-Darm-Beschwerden auftreten (Allergiker!). Diabetiker: 1 Tablette à 250 mg entspricht 0,021 Broteinheiten. Wickel und Kompressen je nach Grösse 5 bis 15 Tabletten in kochendem Wasser auflösen. Ca. 20 Minuten auflegen. Mit Salben: feuchtwarme Leinentücher, so warm wie verträglich, auflegen um die Poren zu weiten. Nach einigen Minuten Salbe einmassieren und mit trockenem Baumwolltuch abdecken. Heisse Sieben Nr. 7 „Magnesium phosphoricum D6“ ist eine Besonderheit. Es ist das Mittel bei Krämpfen aller Art und Schmerzen. Magnesium dämpft Nervenimpulse die zur Muskulatur gehen. Deshalb werden Krämpfe und Koliken schlimmer bei Magnesiummangel (Aufbau Knochen, Muskulatur, Nerven beteiligt). Phosphat-Ionen sind an allen energieliefernden Prozessen der Zellen beteiligt. Es ist das entkrampfende und schmerzstillende Mittel der Biochemie (gilt für alle Muskeln willkürlich und unwillkürlich). Bei Erwachsenen: 10 Tabletten, bei Kindern: 5 Tabletten, in heissem Wasser auflösen, langsam und schluckweise trinken. Achtung : nicht mit Metalllöffel umrühren! Es können alle Salze in heissem Wasser aufgelöst werden. Schmerzen, die sich durch Druck oder Wärme bessern, sollen mit Nr. 7 behandelt werden (Muskelverspannungen im Nacken: mit Salbe!). Nr. 5 „Kalium phosphoricum D6“ hilft bei: Erschöpfung (körperlich, geistig, seelisch), Schwächezustände Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, Durchfall, Verstopfung. Zur Unterstützung der ärztlichen Behandlung von Angst, Depression, Herz- und Muskelschwäche. Nr. 8 „Natrium chloratum D6“ reguliert Wasserhaushalt, Ödeme und rheumatische Beschwerden und gilt als das beste Schnupfenmittel (alle paar Minuten 1 Tablette beim ersten Niesen). Nr. 10 „Natrium sulfuricum D6“ gegen rheumatische Beschwerden, welche sich bei feuchtem, kalten Wetter verschlimmern. Nr. 1, Nr. 3 und Nr. 11 werden in D 12 hergestellt, alle anderen in D 6. Wickel und Auflagen Quarkauflagen
Kamillen-Leibwickel bei träger Verdauung Kartoffelauflage überall dort, wo Wärme zugeführt und die Ausscheidung angeregt werden soll Zwiebelauflage gehackt bei Ohrschmerzen, ca. 1 Stunde auf das Ohr legen Wadenwickel
Kohlwickel
Zitronenwickel
_______________________________________ Vielen herzlichen Dank Frau Christina M. Grolimund hat sich bereits zum dritten mal unserer Regionalgruppe als Referentin für ein von uns gewünschtes Referat unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Ihre natürliche, ruhige, fachlich kompetente Art liess uns für drei Stunden in die Welt der Naturheilkunde und des Mentalen Trainings, verbunden mit medizinischer Hypnosetherapie absinken. Frau Grolimund hat übrigens über Lupus und Tinnitus ihre Diplomarbeit geschrieben. Sie arbeitet mit vielen Ärzten zusammen und betont immer wieder, dass wir unsere Schulmediziner brauchen. Danken möchte ich auch meiner Gruppe und der Solothurner-Gruppe die so zahlreich erschienen sind. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt. Einen ganz speziellen Dank, darf ich Frau Grolimund im Namen aller anwesenden für die Entspannungsübung die von der ganzen Gruppe als Höhepunkt erlebt wurde, weitergeben. Yvonne Meier, Regionalgruppenleiterin Luzern/Innerschweiz |
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