Fallbeispiel
Zuerst möchte ich mich vorstellen; ich heisse Anja Brigitte Duben, geboren 17.1.67 in Hanau/Main. Ich freue mich sehr, Kontakt mit der ‘Lupus-Gruppe’ aufgenommen zu haben. Da fühlt man sich nicht so allein gelassen mit all den Fragen. Ein kurzer Krankenbericht mag eine Einsicht geben:
• 1981 (14 J) Muskeldystrophie fazioscopulohumenuraler Typ
• 1983 pat. EEG Thromboembol. Infarzierung. Antiepi-mittel Tegretal
• 1985 Dg: Immunvaskulitis, EEG path. Muskeldystrophie in Frage gestellt. Eher Myositis
• 1985 Dg: Systemischer Lupus erythematodes mit Cerebr. Immunvaskulitis. Sympt. Epilepsie mit Jackson und psychomot. Anfällen
• 1987 Dg: SLE Bestätigung
• 1988 SLE, sympt. Epilepsie, prim. ovarielle Insuffizienz
• 1995 SLE
• 1996 Grand-mal
• 1996 EEG path.
• 1998 Erschöpfungszustände, Abgrenzungskonflikte
• Amsterdam: 2x Nierenentzündung, 2x Lungenentzündung
• Erschöpfung, Grand-mal
Nun bin ich nach langer Zeit in der Klinik, wo ich 1-2x pro Jahr wieder gepflegt werde, diesmal noch 5 Wochen in das Sanatorium in den Südschwarzwald gegangen. Langsam kommen die Kräfte wieder. Nur jetzt habe ich wirklich die Frage, kann ich wieder in die Arbeit einsteigen?
Ich bin Sozialpädagogin, Heilpädagogin und habe das Lehrerseminar gemacht in Dornach. Seit 3 Jahren arbeite ich in einer Kleingruppe 80% mit autistischen Jugendlichen. Immer wieder komme ich an die Grenze der Erschöpfung. Beziehung, Hausarbeit, Garten, 80% Mitarbeiterin....
Nun, mein Leben ist sehr interessant, aber manchmal zu extrem.
Was mir am meisten geholfen hat:
o Lernen mich deutlich abzugrenzen. (Immer wieder!)
o Sprachtherapie
o Maltherapie
o Arztbetreuung
o Gespräch mit einem Priester der Christengemeinschaft
o Vor allem Freunde, die dann zu mir stehen, wenn ich nicht mehr kann
o Vertrauen in die Führung durch Engelskräfte
Weiterhin habe ich Verschiedenes ausprobiert: Craniosakraltherapie, Bachblüten, Aurosoma.
Am besten hat bei mir jetzt die anthroposophische Medizin (Stibium D6 iv) geholfen. Aber ich bin auch offen für andere Hilfen. Jetzt stehe ich auch biographisch vor der Frage, IV zu beanspruchen, Teilrente? Neuorientierung beruflich? Mal ganz etwas anderes tun? Eine gute Hilfe ist mir immer wieder das Wandern auf Granitboden.
Ich freue mich über Austausch und Anregungen.
Der Sommer war sehr anstrengend, zu hell, zu warm:
Alpen August 2003
Sommerweisse Wolken
Schweben an goldener Gletscherwand
Schauernd das Eiswasser
Stürzt es sprühend von Granithöhlen gehalten
talwärts –
Marsrot der Himmel funkeln die Sterne
Verglühen in Schnuppen
Eintauchen aus der Hitze Glut
im Türkisgrund des eiskalten Bergsees.
Anja Brigitte Dubenova
|